﻿{"id":972,"date":"2013-06-15T08:36:06","date_gmt":"2013-06-15T07:36:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.flugunion-seitenstetten.at\/v3\/?p=972"},"modified":"2015-04-19T08:46:52","modified_gmt":"2015-04-19T07:46:52","slug":"15-06-2013-auch-oesterreich-ist-interessant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.flugunion-seitenstetten.at\/v3\/15-06-2013-auch-oesterreich-ist-interessant\/","title":{"rendered":"15.06.2013 &#8211; Auch \u00d6sterreich ist interessant"},"content":{"rendered":"<p><b>Rundflug von Seitenstetten:<\/p>\n<p>Graz &#8211; F&uuml;rstenfeld &#8211; Punitz &#8211; Wiener Neustadt &#8211; Spitzerberg &#8211; Wien Sichtflugstrecke &#8211; Seitenstetten<\/p>\n<p><\/b>Fl&uuml;ge ins Ausland sind zweifellos das Spannendste in der Privatfliegerei. Schon die Vorbereitung l&auml;sst das Adrenalin ansteigen, neue Pl&auml;tze, ver&auml;nderte Routen, der oftmals schwer verst&auml;ndliche Funkverkehr und einiges mehr sind eine Herausforderung. Aber auch Reisen mit dem Flugzeug innerhalb &Ouml;sterreichs k&ouml;nnen interessant sein. Hier ein Beispiel eines Tagesausfluges in den S&uuml;den und Osten &Ouml;sterreichs.<\/p>\n<p>Weil es im Flugzeugmuseum Graz etwas wegen der Klemm meines Vaters zu besprechen gab, flogen wir nach Graz. Der &Uuml;berflug des Hochschwab Massives und den Ausl&auml;ufern der Niedrigen Tauern ist immer wieder ein Erlebnis. Beim Pflichtmeldepunkt in Gratwein erhielten wir die Aufforderung &uuml;ber &bdquo;Autobahn West&ldquo; einige Warterunden zu drehen, bis die zur gleichen Zeit ankommenden und abfliegenden Passagierflugzeuge die Landepiste verlassen hatten. Nach Landen und Abstellen erledigten wir unsere Gespr&auml;che im Briefing Raum. <\/p>\n<p>Sodann ein neuer Flugplan nach F&uuml;rstenfeld. Dorthin ging es im Tiefflug &uuml;ber die sehr h&uuml;gelige oststeirische Weingegend. Durch die niedriger H&ouml;he kann man wirklich sehen, dass beinahe jeder H&uuml;gel zum Weinanbau gen&uuml;tzt wird. Die Asphaltpiste in F&uuml;rstenfeld hat schon einige Schrammen, entt&auml;uschend war, dass das fr&uuml;her recht gute Flugplatzrestaurant stillgelegt wurde. Eigentlich wollten wir in F&uuml;rstenfeld Mittagessen, also auf zum n&auml;chsten Flugplatz. Punitz, wo es ebenfalls bisher ein sehr gutes Flugplatz-Restaurant gegeben hat. Aber auch in Punitz war das Restaurant geschlossen, also wiederum kein Mittagessen. Daf&uuml;r konnten wir die Moran DFR &ndash; die erst vor kurzem von Seitenstetten nach Punitz verkauft wurde &ndash; wiederum in Augenschein nehmen. Gleich neben dem Flugplatz Punitz befindet sich ein auff&auml;llig gestrichenes Haus mit &bdquo;roten Laternen&ldquo;. Wir erkundigten uns, ob es dort etwas zu essen gibt &ndash; aber dem war nicht so, dort kann man nur &bdquo;anderes&ldquo; konsumieren. <\/p>\n<p>Langsam wurden wir hungrig, daher flogen wir &uuml;ber Pinkafeld nach Wiener Neustadt. Am Flugplatz Pinkafeld war auf der Graspiste gerade das Hinausschleppen von f&uuml;nf Segelflugzeugen im Gang. Wenn wir landen h&auml;tten wollen, h&auml;tten die Flugzeuge entfernt werden m&uuml;ssen, daher verzichteten wir auf eine Landung. Au&szlig;erdem ist in Pinkafeld die Piste sehr kurz und B&auml;ume im An- und Abflug machen eine Landung nicht ganz einfach. <\/p>\n<p>Im Tiefflug &uuml;berquerten wir die Bucklige Welt, wo man auch sehr selten hinkommt. Die Landung in Wiener Neustadt war nicht geplant, daher hatten wir nur unser altes Anflugblatt und auch aus dem GPS Platzrunden-Programm ging nur das alte Anflugsystem hervor. Wir machten daher den Anflug &uuml;ber Position C und Umspannwerk, was uns hernach einen R&uuml;ffel einbrachte. Nunmehr mit dem neuen Anflugplan ausgestattet, kennen wir die neue An- und Abflugroute, sodass wir k&uuml;nftig nicht mehr &bdquo;s&uuml;ndigen&ldquo; werden. <\/p>\n<p>Endlich ein reichhaltige Mittagessen im Diamond Restaurant. Einen Blick ins Flugzeug Museum und die Inspektion der vielen abgestellten Diamond Flugzeuge geh&ouml;ren nat&uuml;rlich auch zu einem Aufenthalt am Flugplatz Wiener Neustadt. <\/p>\n<p>Den Nachmittagskaffee wollten wir am Spitzerberg einnehmen. Nach dem Start folgten wir der neuen Ausflugsroute und Wien-Information lotse uns durch den schmalen Korridor, der in der Anflugzone des Flughafen Schwechat liegt, &uuml;ber Eisenstadt nach Parndorf. Da auch hier nur 1.500 Fu&szlig; Flugh&ouml;he erlaubt sind, ist die Gegend sehr gut zu beobachten. Links Eisenstadt, rechts der Neusiedlersee mit der Festspielb&uuml;hne M&ouml;rbisch, Parndorf mit dem markanten Factory Outlet und die endlosen gigantischen Windradparks, die in den letzten Jahren errichtet wurden. Im Tiefflug muss man direkt aufpassen, nicht an den Windradfl&uuml;geln zu streifen.<\/p>\n<p>Nach Aufsetzen auf der Piste 33 in Spitzerberg, der verdiente Eiskaffee. Fast auf den Tag genau vor 50 Jahren habe ich dort meinen Segelflugschein gemacht. Sp&auml;ter auch andere Scheine und die Fluglehrerausbildung. Der Spitzerberg bedeutet f&uuml;r mich immer wieder nostalgische Erinnerungen. Au&szlig;er dem neuen Geb&auml;udefarbanstrich ist alles noch genau so, wie es vor 50 Jahren war. Nur die Spleppwinde hat seit heuer keine Stahlseile mehr, sondern die neuen gelben Kunststoffflechtseile. <\/p>\n<p>Der Flugplan nach Seitenstetten via Transitroute Wien wurde nach kurzer Zeit best&auml;tigt. Nach dem Start ersuchten wir Wien-Information um Koordinierung des Durchflugs durch die Kontrollzone Wien. Bevor wir in die Kontrollzone einfliegen durften, kreisten wir &uuml;ber Petronell, dann der Wechsel von Wien-Information zu Schwechat Tower. Dort erhielten wir sofort die Freigabe, &uuml;ber Sch&ouml;nau direkt nach Klosterneuburg zu fliegen. Es ist immer wieder ein Erlebnis, in 1.500 Fu&szlig; direkt am Flughafen Wien vorbeizufliegen, &uuml;ber das Kraftwerk Freudenau, die Donauinsel, Prater und ganz Wien zur Linken. In der N&auml;he des Donauturms wird soeben das h&ouml;chste Geb&auml;ude &Ouml;sterreichs errichtet &ndash; der 248 m hohe DC Tower mit 60 Etagen. Mit 1.500 Fu&szlig; ist man in etwa so hoch wie dieser &bdquo;Wolkenkratzer&ldquo;. Nicht auszudenken, was w&auml;re, wenn man hier bei schlechter Sicht fliegen m&uuml;sste. <\/p>\n<p>Nach Abschied von Wien Tower informierte uns Wien-Information, dass Langenlebern nicht aktiv ist, sodass wir uns vom Autopiloten schnurgerade nach Seitenstetten kutschieren lassen konnten. Selbst wenn man die Gegend kennt, sind es immer wieder neue Eindr&uuml;cke, besonders wenn die Sicht so klar ist, wie es an diesem Tag der Fall war. <\/p>\n<p>Alles in allem, ein absolut harmloser und trotzdem interessanter Flug. <\/p>\n<p>Wolfgang Grabner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rundflug von Seitenstetten: Graz &#8211; F&uuml;rstenfeld &#8211; Punitz &#8211; Wiener Neustadt &#8211; Spitzerberg &#8211; Wien Sichtflugstrecke &#8211; Seitenstetten Fl&uuml;ge ins Ausland sind zweifellos das Spannendste in der Privatfliegerei. Schon die Vorbereitung l&auml;sst das Adrenalin ansteigen, neue Pl&auml;tze, ver&auml;nderte Routen, der oftmals schwer verst&auml;ndliche Funkverkehr und einiges mehr sind eine Herausforderung. 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